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Die neue Altersvorsorge-Ära: Warum 80% der Vertriebe verschlafen, was jetzt wirklich zählt

Joachim C. Pichen

Die neue Altersvorsorge-Ära: Warum 80% der Vertriebe verschlafen, was jetzt wirklich zählt

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Stell Dir vor: Es ist Anfang 2027, das neue Altersvorsorge-Depot (AVD) ist Gesetz, und Deine Kunden stürmen mit Fragen in Dein Büro. Sie wollen wissen, ob ihre alten Verträge noch Sinn machen, wie viele neue Verträge sie abschließen dürfen und ob ETFs jetzt die klassische Versicherung ersetzen. Dein Team? Überfordert. Die Systeme? Nicht vorbereitet. Der Bestand? Ein einziges Fragezeichen.

Genau dieses Szenario droht gerade 80 Prozent der Finanz- und Versicherungsvertriebe in Deutschland. Denn während die Gesetzgebung voranschreitet, herrscht in vielen Organisationen noch Stillstand. Die neue Altersvorsorge-Ära ist keine kleine Anpassung – sie ist eine Revolution, die den gesamten Beratungsprozess auf den Kopf stellt. Wer jetzt nicht handelt, wird 2027 im Chaos versinken.

In diesem Artikel erfährst Du, was das Altersvorsorge-Depot wirklich bedeutet, warum hybride Beratungsmodelle und digitale Kundenbindung jetzt entscheidend sind und wie Du Deine Teams rechtzeitig fit machst für die Zukunft der Beratung.

Was ist das Altersvorsorge-Depot (AVD)?

Das Altersvorsorge-Depot ist die nächste Generation der geförderten Altersvorsorge in Deutschland. Ab dem 1. Januar 2027 können Sparer staatlich gefördert in ETFs und andere Wertpapiere investieren – eine Antwort auf jahrelange Kritik an klassischen Riester-Produkten und deren Kosten.

Die wichtigsten Eckpunkte des AVD:

  • Bis zu 2 geförderte Verträge pro Person: Anders als bisher gibt es eine klare Begrenzung. Das bedeutet: Jeder Vertrag muss sitzen.
  • 1.800 Euro Steuervorteil jährlich: Die Förderung ist attraktiv – und damit auch der Wettbewerb um den Kunden.
  • ETF-basierte Altersvorsorge: Renditeorientierung statt Garantie-Denken – aber nicht für jeden Kunden geeignet.
  • Bestandsverträge müssen neu bewertet werden: Alte Riester- oder Rürup-Verträge stehen auf dem Prüfstand. Kunden werden fragen: „Soll ich wechseln?“

Das AVD ist damit weit mehr als ein neues Produkt. Es verändert die gesamte Logik der Altersvorsorge-Beratung. Und genau hier liegt das Problem: Viele Vertriebe behandeln es wie eine weitere Produkteinführung – statt wie das, was es ist: ein fundamentaler Shift im Kundenerlebnis.

Warum verschlafen 80% der Vertriebe diese Revolution?

Letzte Woche hatte ich ein Gespräch mit einem Finanzvertrieb. Meine Frage: „Wann startet ihr mit dem neuen Altersvorsorge-Depot?“ Seine Antwort: „So 1. Juli 2027 oder 1. Januar 2028.“

Ich musste schlucken.

Das Gesetz kommt am 1. Januar 2027. Und es betrifft nicht nur Neugeschäft – sondern den gesamten Bestand. Da wurde es plötzlich sehr still am anderen Ende der Leitung.

Hier sind die drei größten Denkfehler, die gerade passieren:

1. „Wir warten erstmal ab“

Viele Vertriebe denken, sie könnten sich Zeit lassen. Schließlich sei ja noch fast ein Jahr Zeit. Doch diese Rechnung geht nicht auf. Denn:

  • Systeme müssen angepasst werden (Rechenkerne, Schnittstellen, Vergleichslogik)
  • Teams müssen geschult werden (neue Produktlogik, Beratungsprozess, rechtliche Anforderungen)
  • Der Bestand muss analysiert werden (Wer hat alte Verträge? Wer profitiert vom Wechsel?)
  • Marketing und Kundenkommunikation müssen vorbereitet werden

Wer jetzt noch abwartet, wird 2027 im Reaktionsmodus arbeiten – statt proaktiv zu gestalten.

2. „Das ist nur ein neues Produkt“

Falsch. Das AVD ist kein Produkt – es ist ein neues Beratungsparadigma. Die entscheidende Frage ist nicht mehr: „Was kostet weniger?“ Sondern: „Für wen ist welches Produkt wirklich geeignet?“

Ist Dein Kunde ein Garantie-Mensch? Braucht er Schutz vor sich selbst (Stichwort: Thermomix statt Altersvorsorge)? Oder ist er mental fit für Volatilität?

Die Berater der Zukunft sind keine Produktverkäufer mehr – sie sind Finance Coaches und Risiko-Analysten. Wer das nicht versteht, wird Kunden verlieren.

3. „Unsere Systeme schaffen das schon“

Nein, tun sie nicht. Die meisten Beratungssysteme sind nicht auf die neue Logik vorbereitet:

  • Vergleich zwischen AVD, klassischer Versicherung und Bestandsverträgen
  • Berücksichtigung objektiver UND subjektiver Kriterien
  • Integration von ETF-Daten und Renditeszenarien
  • Automatisierte Bestandsanalyse für Millionen von Altverträgen

Wer jetzt nicht in seine IT-Infrastruktur investiert, wird 2027 manuell nacharbeiten müssen – und das bei Tausenden von Kunden.

Die neue Beratungslogik: Objektive + subjektive Kriterien

Hier wird es spannend. Denn das AVD zwingt uns, Beratung neu zu denken. Bisher war Altersvorsorge-Beratung oft eine Rechenübung: Wer bietet die beste Rendite bei den niedrigsten Kosten?

Jetzt kommt die psychologische Dimension dazu.

Objektive Kriterien (klassisch):

  • Renditeerwartung
  • Kostenstruktur
  • Steuervorteile
  • Flexibilität (Entnahmen, Beitragspausen etc.)

Subjektive Kriterien (neu und entscheidend):

  • Risikotoleranz: Hält der Kunde 30% Kursverlust aus, ohne in Panik zu verkaufen?
  • Finanzielle Bildung: Versteht er, wie ETFs funktionieren?
  • Selbstdisziplin: Braucht er die „Zwangsjacke“ einer Versicherung, um nicht vorzeitig zu kündigen?
  • Lebenssituation: Plant er große Anschaffungen, die Flexibilität erfordern?

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein 35-jähriger IT-Consultant mit hohem Einkommen und Börsenerfahrung ist der perfekte AVD-Kunde. Eine 42-jährige Einzelhandelskauffrau mit schwankendem Einkommen und null Kapitalmarkt-Wissen? Vielleicht nicht.

Die Kunst liegt darin, diese subjektiven Faktoren systematisch zu erfassen – und zwar nicht im Bauchgefühl, sondern in einem strukturierten Beratungsprozess. Genau hier kommt hybride Beratung ins Spiel.

Hybride Beratung als Schlüssel zur AVD-Readiness

Die gute Nachricht: Du musst das Rad nicht neu erfinden. Die Lösung liegt in hybriden Beratungsmodellen, die das Beste aus persönlichem Kontakt und digitaler Effizienz verbinden.

So sieht der ideale AVD-Beratungsprozess aus:

Phase 1: Digitale Vorbereitung (vor dem Termin)

Der Kunde bekommt einen Link zu einem digitalen Fragebogen, der sowohl objektive als auch subjektive Faktoren erfasst:

  • Aktuelle Altersvorsorge-Verträge (automatisch aus dem System gezogen, falls vorhanden)
  • Risikoprofil-Test (spielerisch, aber fundiert)
  • Finanzielle Ziele und Prioritäten
  • Präferenz für Garantie vs. Rendite

Das System analysiert die Daten und bereitet eine erste Empfehlung vor. Der Berater sieht auf einen Blick: „Kunde A ist AVD-ready, Kunde B braucht ein ausführliches Gespräch über Risiko.“

Phase 2: Persönliche Beratung (Videoberatung oder vor Ort)

Der Berater startet nicht bei Null, sondern mit konkreten Insights. Das Gespräch fokussiert sich auf:

  • Klärung offener Fragen
  • Emotionale Absicherung („Wie fühlen Sie sich bei der Vorstellung von Kursschwankungen?“)
  • Gemeinsame Entscheidungsfindung

Die Technik unterstützt: Live-Vergleiche, Szenarien-Rechner, visuelle Darstellungen. Alles in Echtzeit, ohne dass der Kunde ein Plug-In installieren muss.

Phase 3: Digitale Nachbereitung (nach dem Termin)

Der Kunde erhält eine Zusammenfassung, kann Dokumente digital unterschreiben und hat Zugriff auf ein Dashboard, das seinen Altersvorsorge-Status zeigt. Bei Marktveränderungen bekommt er automatisch Updates – und der Berater wird informiert, wenn Handlungsbedarf besteht.

Das Ergebnis? Bis zu 80 Prozent der administrativen Aufgaben sind automatisiert. Der Berater kann sich auf das konzentrieren, was wirklich zählt: echte Beratung, punktgenaues Know-how und den Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen.

KI im Vertrieb: Der stille Game-Changer

Jetzt wird es noch spannender. Denn während wir über hybride Beratung sprechen, arbeitet im Hintergrund längst ein weiterer Akteur: Künstliche Intelligenz.

Wie KI den AVD-Beratungsprozess revolutioniert:

  • Predictive Analytics: Welche Bestandskunden sollten prioritär angesprochen werden? KI analysiert Vertragsstrukturen, Alter, Einkommen und Verhalten – und liefert eine priorisierte Kontaktliste.
  • Personalisierte Kommunikation: Automatisch generierte, aber individuell zugeschnittene E-Mails oder Nachrichten, die den Kunden zur richtigen Zeit mit der richtigen Botschaft erreichen.
  • Echtzeit-Entscheidungsunterstützung: Während des Beratungsgesprächs schlägt die KI alternative Szenarien vor, wenn sich die Kundenpräferenzen ändern.
  • Automatisierte Bestandsanalyse: Millionen von Altverträgen werden in Sekunden analysiert – welche Kunden profitieren vom Wechsel, welche nicht?

Ein konkretes Beispiel: Ein Vertrieb mit 50.000 Bestandskunden und durchschnittlich 1,2 Altersvorsorge-Verträgen pro Kunde hat 60.000 Verträge zu prüfen. Manuell ein Albtraum. Mit KI-gestützter Analyse? Eine Sache von Stunden.

Aber Achtung: KI ersetzt nicht den Berater. Sie macht ihn besser. Der persönliche Kontakt, das Einfühlungsvermögen, das Vertrauen – das bleibt menschlich. Die Technik schafft nur den Raum dafür.

Online-Beratung und Videoberatung: Skalierung ohne Qualitätsverlust

Ein weiterer Zukunftstrend, der durch das AVD massiv an Bedeutung gewinnt: Online-Beratung und Videoberatung. Denn seien wir ehrlich – nicht jeder Kunde will für eine Altersvorsorge-Beratung ins Büro kommen.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Zeitersparnis: Kein Anfahrtsweg, flexiblere Terminplanung
  • Höhere Reichweite: Auch Kunden in ländlichen Regionen oder im Ausland können beraten werden
  • Bessere Dokumentation: Alles digital, alles nachvollziehbar
  • Nahtlose Integration: Dokumente können während des Gesprächs geteilt, ausgefüllt und signiert werden

Aber hier ist der Knackpunkt: Videoberatung funktioniert nur, wenn die Technik stimmt. Nichts ist peinlicher als ein Berater, der sagt: „Moment, ich muss erst noch das Plug-In installieren“ oder „Können Sie den Bildschirm sehen? Nein? Hmm, komisch.“

Erfolgreiche Online-Beratung braucht:

  • Plug-In-freie Technologie: Der Kunde klickt auf einen Link und ist drin. Fertig.
  • Intuitive Benutzeroberfläche: Auch technikferne Kunden müssen sich sofort zurechtfinden.
  • Integrierte Tools: Rechner, Vergleiche, Dokumenten-Sharing – alles in einer Oberfläche.
  • Mobile Optimierung: Viele Kunden nutzen das Smartphone. Die Beratung muss auch dort funktionieren.

Wer jetzt in professionelle Online-Beratungs-Infrastruktur investiert, sichert sich einen massiven Wettbewerbsvorteil. Denn 2027 wird die Nachfrage explodieren – und wer dann noch mit Zoom und Excel arbeitet, verliert.

Digitale Kundenbindung: Der Beratungsprozess endet nicht mit dem Abschluss

Hier machen viele Vertriebe den nächsten Fehler: Sie denken, mit der Unterschrift ist die Arbeit getan. Doch gerade beim AVD ist das fatal.

Warum? Weil ETF-basierte Altersvorsorge volatil ist. Kunden werden Kursschwankungen erleben. Und wenn sie in diesen Momenten allein gelassen werden, kündigen sie – oder wechseln den Berater.

Digitale Kundenbindung bedeutet:

  • Regelmäßige Updates: Automatisierte Quartalsberichte, die den aktuellen Stand zeigen – verständlich aufbereitet, nicht als Zahlenfriedhof.
  • Proaktive Kommunikation: Bei starken Marktschwankungen bekommt der Kunde eine Nachricht: „Das ist normal. Hier ist, warum Du ruhig bleiben solltest.“
  • Self-Service-Portal: Der Kunde kann jederzeit seinen Status checken, Szenarien durchspielen, Dokumente herunterladen.
  • Trigger-basierte Beratungsimpulse: Wenn ein Kunde dreimal hintereinander sein Dashboard aufruft, bekommt der Berater eine Benachrichtigung: „Kunde scheint unsicher zu sein – Zeit für ein Gespräch.“

Das Ergebnis? Stärkere Beraterbindung, weniger Stornos, höhere Weiterempfehlungsrate. Und das alles, ohne dass der Berater jeden Kunden manuell im Blick haben muss.

Häufige Fehler bei der AVD-Vorbereitung – und wie Du sie vermeidest

Lass uns konkret werden. Hier sind die fünf größten Stolperfallen, die ich in den letzten Monaten beobachtet habe:

Fehler 1: Keine Taskforce gründen

Viele Vertriebe behandeln das AVD als „noch ein Projekt“. Doch ohne dediziertes Team, das sich um Strategie, IT, Schulung und Kommunikation kümmert, wird es chaotisch.

Lösung: Gründe jetzt eine AVD-Taskforce mit Vertretern aus Vertrieb, IT, Compliance und Marketing. Wöchentliche Meetings, klare Meilensteine, messbare Ziele.

Fehler 2: IT-Infrastruktur unterschätzen

„Unsere Software kann das schon irgendwie abbilden“ – nein, kann sie nicht. Die meisten Systeme sind nicht auf die Komplexität des AVD vorbereitet.

Lösung: Investiere jetzt in Schnittstellen, Rechenkerne und Vergleichslogik. Teste frühzeitig, ob Deine Systeme die neuen Anforderungen erfüllen. Wer hier spart, zahlt später doppelt.

Fehler 3: Teams nicht rechtzeitig schulen

Die neue Beratungslogik erfordert neue Skills. Berater müssen verstehen, wie ETFs funktionieren, wie man Risikoprofile erstellt und wie man subjektive Kriterien systematisch erfasst.

Lösung: Starte jetzt mit Schulungen – nicht erst im Dezember 2026. Nutze hybride Formate: E-Learning für die Basics, Workshops für die Praxis, Coaching für individuelle Fragen.

Fehler 4: Bestandskunden vergessen

Viele Vertriebe fokussieren sich auf Neugeschäft. Doch der wahre Hebel liegt im Bestand. Jeder Kunde mit einem alten Riester-Vertrag ist ein potenzieller AVD-Kandidat.

Lösung: Analysiere jetzt Deinen Bestand. Welche Kunden haben alte Verträge? Wer profitiert vom Wechsel? Priorisiere die Kontaktaufnahme – und kommuniziere proaktiv.

Fehler 5: Kommunikation zu spät starten

Wenn Du erst im Januar 2027 anfängst, über das AVD zu sprechen, bist Du zu spät. Deine Kunden haben dann schon woanders abgeschlossen.

Lösung: Starte jetzt mit Awareness-Kampagnen. Newsletter, Social Media, Webinare. Positioniere Dich als Experte, bevor die Konkurrenz es tut.

Best Practices: So machst Du Dein Team AVD-ready

Du willst wissen, wie erfolgreiche Vertriebe sich vorbereiten? Hier sind die bewährtesten Strategien:

1. Pilotprojekt starten

Wähle eine kleine Gruppe von Beratern und Kunden aus und teste den neuen Beratungsprozess. Sammle Feedback, optimiere, skaliere.

2. Technologie als Enabler nutzen

Investiere in plattformunabhängige Beratungstechnologie, die Insellösungen verknüpft und Schnittstellen baut. So können Berater nahtlos zwischen Systemen wechseln – oder besser noch: müssen es gar nicht mehr.

3. Hybride Beratungsmodelle etablieren

Kombiniere digitale Vorbereitung, persönliche Beratung und digitale Nachbereitung. So schaffst Du ein Kundenerlebnis, das in Erinnerung bleibt.

4. KI-gestützte Prozesse einführen

Nutze Predictive Analytics, um Bestandskunden zu priorisieren. Automatisiere Routineaufgaben, damit Berater mehr Zeit für echte Beratung haben.

5. Kontinuierliches Monitoring

Nach dem Launch ist vor der Optimierung. Miss, was funktioniert und was nicht. Conversion-Rate, Kundenzufriedenheit, Stornoquote – alles sollte trackbar sein.

Die Zukunft der Beratung: Technologie als Enabler für menschliche Beziehungen

Hier ist die gute Nachricht: Die Zukunft der Beratung ist nicht dystopisch. Es geht nicht darum, den Berater durch einen Chatbot zu ersetzen. Im Gegenteil.

Unsere Vision ist eine Beratungswelt, in der Technologie dem Menschen dient – nicht um ihn zu ersetzen, sondern um ihn zu entlasten und zu stärken. Wir glauben fest daran, dass in der Finanz- und Versicherungsbranche der persönliche Kontakt und das Vertrauen zwischen Berater und Kunde unersetzlich sind.

Gleichzeitig sehen wir ein enormes Potenzial: Bis zu 80 Prozent der administrativen Aufgaben können durch intelligente Software automatisiert werden. So ermöglichen wir es dem Berater, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: echte Beratung, punktgenaues Know-how und den Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen.

Das AVD ist der perfekte Anlass, um diesen Wandel zu vollziehen. Denn die neue Altersvorsorge-Ära erfordert genau das: Berater, die nicht nur Produkte verkaufen, sondern Menschen begleiten. Berater, die Risiken einschätzen, Emotionen verstehen und Vertrauen aufbauen.

Und genau diese Berater werden 2027 die Gewinner sein.

Wichtig ist: Erfolgreiche Transformation passiert nicht über Nacht. Sie braucht einen Plan, ein Team und die richtige Technologie. Aber sie ist möglich – und sie zahlt sich aus.

Zukunftstrends: Was kommt nach dem AVD?

Das AVD ist nur der Anfang. Die nächsten Jahre werden weitere Veränderungen bringen:

  • Noch stärkere Regulierung: Transparenzpflichten, Dokumentationsanforderungen, Nachweispflichten – die Anforderungen an Berater werden weiter steigen.
  • KI-gestützte Beratung als Standard: Was heute innovativ ist, wird morgen erwartet. Kunden werden personalisierte, datengetriebene Beratung voraussetzen.
  • Plattform-Ökonomie: Kunden erwarten nahtlose Erlebnisse über alle Kanäle hinweg – wie bei Amazon oder Netflix. Wer das nicht bietet, verliert.
  • Nachhaltige Altersvorsorge: ESG-Kriterien werden auch im AVD eine Rolle spielen. Kunden wollen wissen: Wo fließt mein Geld hin?

Wer jetzt die Weichen stellt, ist für diese Zukunft gerüstet. Wer wartet, wird abgehängt.

FAQ

Was ist das Altersvorsorge-Depot (AVD) und wann kommt es?

Das Altersvorsorge-Depot ist eine staatlich geförderte ETF-basierte Altersvorsorge, die ab dem 1. Januar 2027 in Deutschland verfügbar ist. Pro Person sind bis zu 2 geförderte Verträge mit einem Steuervorteil von bis zu 1.800 Euro jährlich möglich. Es stellt eine Alternative zu klassischen Versicherungsprodukten dar.

Warum sind viele Vertriebe noch nicht auf das AVD vorbereitet?

Viele Vertriebe unterschätzen den Vorbereitungsaufwand und behandeln das AVD als einfache Produkteinführung. Tatsächlich erfordert es umfassende Anpassungen in IT-Systemen, Beratungsprozessen, Teamschulungen und Bestandsanalyse. Ohne rechtzeitige Vorbereitung droht 2027 ein Chaos im Tagesgeschäft.

Wie unterscheidet sich die AVD-Beratung von klassischer Altersvorsorge-Beratung?

Die AVD-Beratung erfordert neben objektiven Kriterien (Rendite, Kosten) auch die systematische Erfassung subjektiver Faktoren wie Risikotoleranz, finanzielle Bildung und Selbstdisziplin. Berater werden zu Finance Coaches, die nicht nur Produkte verkaufen, sondern individuelle Eignung prüfen und Kunden langfristig begleiten.

Welche Rolle spielt hybride Beratung beim Altersvorsorge-Depot?

Hybride Beratung kombiniert digitale Vorbereitung (Online-Fragebögen, Risikoprofil-Tests) mit persönlicher Beratung (Video oder vor Ort) und digitaler Nachbereitung (Dashboards, automatische Updates). So werden bis zu 80% der administrativen Aufgaben automatisiert, während der Berater sich auf echte Beratung konzentrieren kann.

Wie hilft KI bei der Vorbereitung auf das Altersvorsorge-Depot?

KI analysiert Bestandskunden und priorisiert, wer vom AVD profitieren könnte. Sie unterstützt mit Predictive Analytics, personalisierten Kommunikationsvorschlägen und automatisierter Vertragsanalyse. Während des Beratungsgesprächs liefert sie Echtzeit-Entscheidungsunterstützung. KI ersetzt nicht den Berater, sondern macht ihn effizienter und besser.

Fazit

Die neue Altersvorsorge-Ära steht vor der Tür – und sie wird die Finanz- und Versicherungsbranche grundlegend verändern. Das AVD ist keine kleine Produkterweiterung, sondern ein Paradigmenwechsel, der neue Beratungslogiken, digitale Infrastruktur und vor allem ein neues Mindset erfordert.

Die gute Nachricht? Du hast jetzt noch Zeit, Dich vorzubereiten. Aber diese Zeit schmilzt schneller, als Du denkst. Wer jetzt eine Taskforce gründet, in hybride Beratungsmodelle investiert und seine Teams schult, wird 2027 nicht im Chaos stehen – sondern als Vorreiter glänzen.

Die Berater der Zukunft sind Finance Coaches, die Technologie als Enabler nutzen, um mehr Zeit für echte menschliche Beziehungen zu haben. Sie verstehen, dass bis zu 80 Prozent der administrativen Aufgaben automatisiert werden können – und dass genau das den Raum schafft für das, was wirklich zählt: Vertrauen, Empathie und punktgenaues Know-how.

Meine Frage an Dich: Wie bereitest Du Deine Teams auf die neue Altersvorsorge-Realität vor? Hast Du bereits eine Strategie? Oder hoffst Du noch, dass es schon irgendwie wird?

Ich freue mich auf Deine Gedanken, Erfahrungen und Fragen in den Kommentaren. Lass uns gemeinsam die Zukunft der Beratung gestalten – denn sie beginnt jetzt.

Du willst Deinen Vertrieb fit machen für die AVD-Ära? Lass uns sprechen. Vereinbare jetzt ein unverbindliches Beratungsgespräch und erfahre, wie plattformunabhängige Beratungstechnologie, hybride Beratungsmodelle und KI-gestützte Prozesse Dein Team auf die nächste Stufe heben. Gemeinsam rocken wir Dein Business – mit nachhaltiger Effizienz und starker Beraterbindung.

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